2025
Vorwort
Liebe Rorschacherinnen und Rorschacher
Das Geschäftsjahr 2025 war einmal mehr ein intensives. Im Zentrum des öffentlichen Interesses stand der Wiederaufbau der Badhütte. Mittlerweile steht das Projekt und die Kosten sind bekannt: 6,5 Mio. Franken. Die Badhütte soll 1:1 rekonstruiert werden. Warum? Weil nur so die Konzession des Kantons gesichert ist, weil die Badhütte ein Kulturdenkmal bleiben soll, weil sich viele Rorschacherinnen und Rorschacher ihre Badhütte zurück wünschen. Doch es bleibt anspruchsvoll. Rorschach kann sich den Wiederaufbau alleine nicht leisten. Der Stadtrat strebt die Gründung einer Stiftung an. Diese soll sich um die Geldmittelbeschaffung, den Wiederaufbau und den zukünftigen Betrieb der Badhütte kümmern.
Mit dem Budget 2026 genehmigen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Gründung der Stiftung bzw. die Widmung des Stiftungskapitals durch die Stadt. Diese bringt die bereits geleistete Teilzahlung der GVSG ein, welche dem Zeitwert der Badhütte entspricht. Davon abgezogen werden die per 31. Dezember 2025 aufgelaufenen Planungskosten.
Und sonst? Rorschach entwickelt sich weiter positiv. Der Stadtrat konnte die Baubewilligungen für die Überbauungen Feldmühle, Stadtbahnhof Süd und Jakobspark erteilen. Das sind knapp 400 Wohnungen und mehrere Tausend Quadratmeter Gewerbefläche. Im 2026 dürfen sich die Rorschacherinnen und Rorschacher auf die neuen Schwimmbecken im Strandbad freuen. Es steht die öffentliche Auflage für die Neugestaltung des Hafenareals an. Bis Ende Jahr soll die Baubewilligung für die Doppelturnhalle Pestalozzi vorliegen. Und auch der Seewasser-Wärmeverbund ist auf sehr gutem Weg. Schöne Erfolge als Ansporn für die Arbeit im laufenden Jahr.
Ihr Robert Raths, Stadtpräsident
Ihr Robert Raths, Stadtpräsident
Stadtrat
Verwaltung und Nebenbetriebe
Schule
Vorwort des Schulratspräsidenten
Liebe Rorschacherin, lieber Rorschacher
Im April 2026 wird nach mehrjähriger Vorbereitungsarbeit der Entwurf für ein neues kantonales Volksschulgesetz vorliegen. Ein grundlegend anderes Schulsystem ist damit nicht zu erwarten, das bestehende Gesetz stammt jedoch aus dem Jahr 1983 und wurde in der langen Zeit 28 Mal geändert und angepasst. Es erstaunt darum wenig, dass das Gesetz unübersichtlich geworden ist. Die Totalrevision wird folgende politische Themen in die Debatte bringen:
- Entflechtung der hohen Steuerungsdichte durch den Kanton, allenfalls die Abschaffung des kantonalen Bildungsrates
- Ermöglichung der integrativen Sonderbeschulung vor Ort ergänzend zu den Sonderbeschulungen
- Definition der Sonderbeschulung als Verbundaufgabe von Kanton und Gemeinden (gemeinsame Steuerung und Finanzierung)
- Verbesserung der relativ starren kantonalen Schulaufsicht hin zu Qualitätsentwicklung
- Ermöglichen von neuen integrativen Oberstufenmodellen
Bezüglich Finanzierung der Sonderbeschulungen (Ziffer 3) habe ich Ihnen verschiedentlich berichtet, dass grosser Handlungsbedarf besteht, weil Kinder in den Sonderschulen sehr ungleich verteilt und insbesondere Städte und Standortgemeinden von Sonderschulen überdurchschnittlich belastet sind. So ist das auch in Rorschach. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Finanzierungsschlüssel verändert wird, damit diese grosse Belastung der Standortgemeinden reduziert werden kann. Dafür wird es im entscheidenen Moment aber die Unterstützung von allen brauchen.
Im Weiteren freue ich mich, dass die Planungsarbeiten für unsere Doppelturnhalle mit einer zeitlichen Verzögerung von rund einem Jahr nun auf Kurs sind. Bis Ende 2026 wird voraussichtlich die Baubewilligung vorliegen, so dass wir im Jahr 2027 mit dem Bau beginnen können. Wir rechnen mit eineinhalb bis zwei Jahren Bauzeit. Und ich danke Ihnen für die Unterstützung zum Kreditantrag für die Sanierung unserer Aula im Kreuzacker.
Wenn Sie Fragen oder Anliegen zu schulischen Angelegenheiten haben, stehen Ihnen die Mitglieder des Schulrates, die Schulleitungen oder ich gerne zur Verfügung.
Guido Etterlin
Stadtrat und Schulratspräsident
Altersheim
Das Altersheim der Stadt Rorschach weist auch im Jahr 2025 einen Gewinn aus, und zwar in der Höhe von CHF 63’366.10. Für 2026 ist ein Defizit von CHF 89’100.00 budgetiert, das durch das Eigenkapital gedeckt ist, sollte es tatsächlich eintreten.
Altersheim
Das Altersheim Rorschach trägt sich trotz nach wie vor unterdurchschnittlicher Auslastung als Folge von Corona nach wie vor selbst. Es resultiert ein Gewinn von CHF 658’325. Der Betrieb hat sich wieder grösstenteils normalisiert. Im Jahr 2023 steht mit der Sanierung der Heizanlage ein grosses Projekt an.
Technische Betriebe
Die Technischen Betriebe schliessen das Rechnungsjahr 2025 mit einem Gewinn von CHF 3’743’527.81 ab. Nach der a.o. Gewinnablieferung von CHF 710’045.31 an den Gemeindehaushalt fliessen CHF 3’033’482.50 in die Reserven.
Technische Betriebe
Die Technischen Betriebe dürfen auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Gesamtgewinn beläuft sich auf CHF 3’156’291. Weil die Strompreise im Einkauf stark gestiegen sind, musste der Tarif auf 2023 für alle Kundengruppen angehoben werden. Im regionalen Vergleich resultiert aber nach wie vor ein sehr attraktiver Preis.
Finanzen
Erfreuliche Ergebnisse
Finanziell seht gut stehen die Technischen Betriebe Rorschach und das städtische Altersheim da. Beide weisen auch in diesem Jahr operative Gewinne aus.
Die Details zu den drei Jahresrechnungen und den Budgets finden Sie in den Finanzberichten.