Schule

Mariaberg: Gemeinsam unterwegs – Zusammenarbeit und Unterrichtsqualität

Als Expertinnen im Umgang mit Vielfalt und besonderen Bedürfnissen unterstützen die Schulischen Heilpädagoginnen (SHP) die Klassenlehrpersonen dabei, Unterricht und Förderung so zu gestalten, dass unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt und alle Kinder im Alltag gezielt begleitet werden. Sie sind regelmässig in den Klassen präsent und bilden gemeinsam mit den Klassen- und Fachlehrlehrpersonen stabile Teams. Klare Zuständigkeiten, feste Austauschgefässe und kurze Wege zwischen Unterricht, Therapie und Beratung tragen dazu bei, dass Kinder frühzeitig und kontinuierlich unterstützt werden. Ergänzend wird der Austausch mit den Eltern transparent und niederschwellig gestaltet – unter anderem über gemeinsame Kommunikationskanäle sowie über runde Tische bei komplexeren Situationen. Dabei spielt auch die enge Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit, der Fachstelle Jugend, Familie und Schule sowie externen Fachstellen eine tragende Rolle.

Mit dem neu eingeführten «Elterncafé» wurde zudem ein Begegnungsraum geschaffen, in dem die Eltern als unsere wichtigsten Partner Einblicke in den Schulalltag und in die Lernprozesse ihrer Kinder erhalten und Schule als offenen, zugänglichen Ort erleben. Neben dem Austausch diente das Elterncafé zugleich als Soundingboard zur Planung des neuen Aussenbereichs des Schulhauses und als Gelegenheit für kleine Präsentationen.

Parallel dazu arbeitete das Team am gemeinsamen Verständnis, was unter gutem Unterricht bzw. guter Therapie verstanden wird. In den Stufen Kindergarten, Unterstufe und Therapie wurden zentrale Schwerpunkte konkretisiert und festgelegt. Grundlage bildeten dabei die drei wissenschaftlichen Basisdimensionen lernwirksamen Unterrichts: kognitive Aktivierung, Klassenführung und Strukturiertheit sowie eine unterstützende Lern- und Beziehungskultur. Diese gemeinsame Klärung diente nicht nur der Professionalisierung, sondern stärkte auch die Zusammenarbeit im Team – etwa durch gemeinsame entwickelte Beobachtungsinstrumente, kollegiale Hospitationen und den Austausch über Unterrichtspraxis. Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass Unterricht, Förderung, Elternzusammenarbeit und Unterstützungssysteme stärker miteinander verbunden sind.