Organigramm Stadtgärtnerei

| Das Jahr 2024 in Zahlen | |
|---|---|
| Anzahl Bestattungen auf dem Friedhof Rorschach | 99 |
| abgeführtes Grünmaterial aus den städtischen Anlagen | 191.3 Tonnen |
| ausgebrachter Dünger auf Rasenflächen | 4’385 kg |
| unterhaltene Vogelnistkästen / davon bewohnt | 76 / 44 |
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Arbeitsstunden auf Grossflächenrasenmäher |
982 |
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Cappuccino des Abteilungsleiters |
376 195 |
Der Blumenladen blick auf ein gutes Verkaufsjahr zurück. Vor allem die Daueraufträge von diversen grösseren Firmen und die Trauerfloristik garantieren gleichmässige Verkaufszahlen.
Rückläufig wegen Konkurrenz von Grossverteilern ist der Verkauf von Gartenbedarf und Grünpflanzen. Hier ist kurzfristig eine Anpassung im Angebot und im Verkaufskonzept notwendig.
Mit zwei Lehrstellen im Bereich Floristik sorgt das Bluemehüsli Rorschach für Nachwuchs in der Branche und übernimmt so Verantwortung für den Erhalt dieses attraktiven Berufs.
Die 2023 eingeführten verkaufsfreien Montage und die zwei Wochen Betriebsferien pro Jahr sind von der Kundschaft gut aufgenommen worden und bringen für die Mitarbeitenden die angestrebte Entlastung.
Die im Juni verlorene 40% Stelle konnte auf den November mit einer neuen 20% Stelle teilweise kompensiert werden. So war ein guter Kompromiss zwischen der personellen Flexibilität und der städtischen Sparstrategie möglich.
Ein besonderes Ereignis war wie jedes Jahr die Adventsausstellung, bei der unser Team immer wieder mit neuen Ideen verblüfft und ihr ganzes Können zur Schau stellt.
Trotz dieses grundsätzlich erfreulichen Rückblicks schreibt das Bluemehüsli seit Jahren rote Zahlen und wird folglich mit Steuergeldern subventioniert. Der Stadtrat konnte diese Tatsache nicht länger ignorieren und musste den schwierigen Entscheid fällen, den städtischen Blumenladen per Ende 2025 zu schliessen.
Ein Grossteil der Pflanzenproduktion wurde 2024 an regionale Partner ausgelagert. Die Gewächshäuser der Stadtgärtnerei Rorschach sind energetisch nicht mehr auf einem zeitgemässen Stand. Eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Produktion ist so nicht mehr möglich.
Durch die Auslagerung können regionale Arbeitsplätze gesichert und gestärkt werden.
Die Stadtgärtnerei hat ihre Produktion auf nicht wärmeabhängige Kulturen umgestellt und produziert nun unter anderem Wildstauden und Gehölze, die in den städtischen Anlagen Verwendung finden.
Durch die Neuausrichtung konnte die Gärtnerei auch die Pflanzenüberwinterung für Privatkunden nicht mehr anbieten, wobei die Nachfrage für diese Dienstleistung in den letzten Jahren ohnehin rückläufig war.
Durch das regnerische erste Halbjahr konnten sich die Neupflanzungen gut etablieren. Die 260 Baumpflanzungen aus den letzten vier Jahren dankten dieses für sie perfekte Frühlingswetter mit starkem und gesundem Zuwachs.
Das Waldstück an der Promenadenstrasse und der Bachlauf des Mühletobelbachs wurden 2024 umfassend von Neophyten befreit und mit diversen Kleinstrukturen für Kleinlebewesen aufgewertet. Allgemein schenkte die Stadtgärtnerei in den letzten Jahren dem Grünraum unter dem Aspekt Biodiversität und naturnaher Pflege mehr Beachtung, und zwar sowohl bei der Erstellung als auch beim Unterhalt.
Entlang der Seepromenade erneuerte die Stadtgärtnerei einen weiteren Teil des Stadtmobiliars. Sie ersetzte Abfallstationen und Sitzbänke durch zeitgemässe und wartungsarme Produkte. Diese Ersatzbeschaffungen bringen im Bereich des Unterhalts sofort grosse Einsparungen.
Neuer Grünraum entstand entlang der Hauptstrasse. Die Bepflanzung entspricht dem städtischen Konzept mit artenreicher Pflanzenwahl und fügt sich gut in die urbane Umgebung ein.
Die neu gestalteten, naturnahen Schulhausanlagen finden positiven Anklang und laden die Kinder und Jugendlichen zum Aufenthalt im Freien ein. Durch entsprechendes Mobiliar entstanden neue Möglichkeiten für Unterricht im Freien.
2024 wurde das Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof neu geplant. Das Landschaftsarchitekturbüro Pauli Stricker GmbH aus St. Gallen hat die Plangrundlagen und Ausschreibungsunterlagen geschaffen. Die Arbeitsvergabe erfolgt im Frühjahr 2025, die Umsetzung ist bis Ende 2025 geplant.
In den letzten Jahren legte die Stadtgärtnerei das Augenmerk vermehrt auf die Pflege der Grossbäume. Bei gewissen Baumarten treten wegen der Hitzejahre vermehrt Schäden auf. 2024 mussten drei grosse Birken gefällt werden, die altersgeschwächt den Pilzbefall und den Hitzestress nicht kompensieren konnten.
Die Menge der Grabbepflanzungen nimmt als Folge der Räumung der Reihengräber und dem geringen Neuzuwachs stetig ab. Dies ermöglicht es, die Personalstunden in anderen Bereichen einzusetzen und so die Unterhaltsqualität auf dem Friedhof weiter auszubauen.
Das Kapellengebäude wurde 2024 fortlaufend renoviert. Unter anderem erfolgte die Umstellung der Beleuchtung im ganzen Gebäude auf energieeffiziente LED. Das Treppenhaus und die Umkleidekabinen erhielten einen neuen Anstrich.
Im Zuge der Archivierung der städtischen Akten wurden die im Friedhofgebäude gelagerten Unterlagen sortiert, eingelagert und teilweise digitalisiert, um eine schnelle Verfügbarkeit zu ermöglichen.